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Warum werden wir am 1. April in den April geschickt?

Samstag ist der 01. April und viele von uns werden wieder veralbert – oder wir erlauben uns einen Scherz mit anderen. Doch woher kommt eigentlich dieser Brauch zum 01. April?

Als Aprilscherz bezeichnet man den Brauch, am 1. April die Mitmenschen durch erfundene oder verfälschte Geschichten, Erzählungen oder Informationen hereinzulegen und so „zum Narren zu halten“. Beliebte Opfer sind Familienangehörige, Freunde und Arbeitskollegen. Bevor man die so in die in den April geschickten Personen über den Schwindel aufklärt, sagt man üblicherweise „April, April“.

Die Tradition des Aprilscherzes gibt es in den meisten europäischen Ländern sowie in Nordamerika. Auch bei Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsendern und bisweilen auf Webseiten ist es üblich, die Leser bzw. Hörer durch glaubhaft klingende, erfundene Beiträge, in denen aber meist schon übertriebene Details dem Leser eine Warnung sein sollten

Die genaue Herkunft des Aprilscherzes ist nicht sicher. Je nach Region existieren unterschiedliche Erklärungsmöglichkeiten. Es folgt ein Überblick über die wichtigsten Ansätze:

Münztag

Auf dem Augsburger Reichstag von 1530 sollte unter anderem das Münzwesen geregelt werden. Aus Zeitgründen kam es jedoch nicht dazu, sodass für den 1. April ein besonderer „Münztag“ ausgeschrieben wurde. Als der 1. April kam, fand dieser Münztag dann doch nicht statt. Zahlreiche Spekulanten, die auf diesen Münztag gesetzt hatten, verloren ihr Geld und wurden auch noch ausgelacht. In Bayern gibt es die Redewendung „in den April schicken“ nachweislich seit 1618.

König Karl IX

Eine der am häufigsten genannten Entstehungstheorien bezieht sich bereits auf eine 1564 durchgeführte Kalenderreform des französischen Königs Karl IX, der den Neujahrstag vom 1. April auf den 1. Januar verlegte. Daraufhin sollen humorige Mitmenschen zum Apriltag Einladungen zu Neujahrsfestivitäten verschickt haben, die es nicht mehr gab. Wer dennoch kam, hatte zum Schaden der Anreise auch noch den Spott. Von Frankreich aus sollen sich dann derartige Aprilscherze mit Soldaten über Europa verbreitet haben, wo sie angepasst und ausgeweitet wurden.

Heinrich IV

Aus dem Frankreich des frühen 17. Jahrhunderts stammt die Geschichte von Heinrich IV: Angeblich bat an einem 1. April ein sechzehnjähriges Mädchen aus dem Volk den französischen König schriftlich um ein heimliches Rendezvous in einem diskreten Lustschloss. Als Heinrich zu dem Tête-à-tête erschienen sei, habe ihn überraschend der versammelte Hofstaat begrüßt. Besonders pikant: Den Hofstaat führte seine Gemahlin Maria von Medici an. Sie dankte dem König, dass er ihrer Einladung zum „Narrenball“ gefolgt sei.

Engel Luzifer

Eine andere Erklärung hat die Wurzeln im Christentum: Der gefallene Engel Luzifer soll an einem 1. April in die Hölle eingezogen sein. Auch ist dies laut Wikipedia eventuell der Geburtstag von Judas Ischariot, dem Jünger, der Jesus verraten hatte. Den Christen verheißt dieser Tag also Unglück, vor dem man sich hüten sollte.

Gott Quirinus

Vermutet wird schließlich noch ein Zusammenhang mit dem römischen Fest zu Ehren des Gottes Quirinus, der in späteren Zeiten des römischen Reiches mit Romulus gleichgesetzt wurde. Die so genannte Quirinalia wurde auch als Fest der Dummen und Narren bezeichnet. Es fiel allerdings im römischen Kalender bereits auf den 17. Februar, sodass nur spätere Kalenderreformen eine Verschiebung dieses Tags auf den 1. April bewirkt haben konnten.

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